Potenz in der Homöopathie

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Ein extrem schwieriges Kapitel in der Homöopathie ist die Wahl der richtigen Potenz.


Zunächst einmal die Klärung des Begriffes potenzieren. Unter Potenzierung versteht man in der Homöopathie das Verreiben oder Verschütteln von Substanzen. Da es zu den Zeiten Hahnamanns, dem Begründer der Homöopathie, noch keine genaue Abmessung gab, entwickelte er ein System um die Potenzen für alle gleich zu machen. Es musste ja reproduzierbar sein. Dieses damals von ihm entwickelte System wird bis heute unverändert praktiziert.


Hahnemann begann in seinen Anfängen mit den sogenannten Ursubstanzen zu arbeiten mit dem Ergebnis, dass er teilweise schreckliche Erstverschlimmerungen hatte, da die Patienten eine sogenannte Arzneimittelprüfung erlebten.


Das wollte Hahnemann ändern. Er began zu experimentieren. Er nahm einen Teil der Ursubstanz und neun Teile Milchzucker, als neutrale Substanz. Diese Mischung verrieb er in einem Mörser und erhielt die sogenannte D 1. Nun nahm er einen Teil der D 1 und wieder neun Teile Milchzucker, verrieb dieses und erhielt die D 2 usw. Anfangs arbeitete er lange Zeit mit diesen Niedrigpotenzen.


Der Sinn der Verreibung liegt nicht im vermischen der Substanzen, sondern er fand heraus, dass während des Verreibens irgendetwas anderes passierte. Bis heute kann niemand wissenschaftlich erklären, was genau die Wirkweise dieser Verreibung ist, und da wir in einer sehr kopforientierten Welt leben, brauchen wir eine Erklärung, weshalb was wie funktioniert.


Möglicherweise liegt es daran, dass durch die Verreibung oder Verschüttelung die Aggregate sich vergrößern, sie sind in der Verreibung 5-10 x so groß wie in der Ursubstanz.


Nach dem gleichen Prinzip wie oben beschrieben, wird immer weiter 1 Teil der vorhergehenden Potenz mit 9 Teilen Milchzucker verrieben. Die sogenannten C Potenzen werden genauso hergestellt, mit dem Unterschied das mit 99 Teilen verrieben wird. Dies ist manchmal für einen geschwächten Organismus schonender als die D-Potenzen. Im weiteren Verlauf entwickelte Hahnemann die sogenannten LM oder Q-Potenzen. Diese werden 1 : 50000 verrieben. Man unterscheidet in Deutschland: LM Potenzen werden maschinell hergestellt, die Q Potenzen sind wirklich noch handgearbeitet.


Die letzten Jahre seines Lebens arbeitete Hahnemann ausschließlich mit den Q Potenzen, da er feststellte, dass die Erstverschlimmerungen noch geringer waren als in den anderen Potenzierungsformen. Hat man nun das richtige Mittel gefunden stellt sich die Frage nach der richtigen Potenz.

Ich möchte hier eindrücklich davor warnen leichtsinnig mit hohen Potenzen zu hantieren, diese gehören ausschließlich in die Hände von erfahrenen Therapeuten. Denn die gängige Meinung: das schadet ja nichts ist bei den Hochpotenzen mit Sicherheit falsch.


Die sogenannten Niedrigpotenzen D1 - D6 werden normalerweise 3-5 x täglich gegeben. Ab der D 12 verwende ich sie nur 1 x täglich. (C-Potenzen genauso). C 30 wird normalerweise auch nur 1 x täglich über einen kurzen Zeitraum (2-5 Tage) gegeben.


Die C 200 und C 1000 und C 10000 dürfen keinesfalls öfter als 1 x pro Monat gegeben werden. Diese Potenzen wirken sehr tief im Körper und sollten eigentlich nur mit viel Erfahrung und Wissen verabreicht werden. Und auch die LM- und Q-Potenzen nur in wirklich erfahrene Hände bitte.

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