Homöopathie

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Worin liegt der Unterschied zwischen Homöopathie und klassischer Homoöpathie?

Viele bezeichnen sich als Homöopathen, wenn sie beispielsweise homöopathische Komplexmittel, anthroposophische Heilmittel oder organotrope Homöopathika einsetzen. Dies alles hat mit der Homöopathie im Sinne Hahnemanns nichts zu tun. Deshalb hier eine kurze Übersicht:


Inhaltsverzeichnis

Die Homöopathie mit Komplexmitteln

Unter Komplexmitteln versteht man eine Mischung verschiedener homöopathischer Substanzen. Dabei wird anhand einer Krankheitsdiagnose ein Komplexmittel, das dieser Diagnose entspricht, verabreicht. Dieses wirkt nicht so tief wie eine Einzelne, genau den Symptomen entsprechende homöopathische Gabe.


Die Klinische Homöopathie

Hier werden homöopathische Mittel in tiefen Potenzen (D1-D12) nach klinisch gestellter Diagnose des erkrankten Organs mit dem Heilmittel eingesetzt. Die Klinische Homöopathie ähnelt stark der Komplexmittelhomöopathie, auch wenn sie keine Mittelgemische anwendet. Anstatt den ganzen Patienten bei der Anwendung in Betracht zu ziehen, wird nur ein sehr kleiner Teil, zum Beispiel das erkrankte Organ, berücksichtigt. Die Heilerfolge der klinischen Homöopathie bleiben daher eher oberflächlich.

Die anthroposophische Medizin

Das eigentliche Unterscheidungsmerkmal zur Klassischen Homöopathie ist dadurch gegeben, dass in der Anthroposophie - ähnlich wie in der Schulmedizin - Heilmittel gegen Krankheitssymptome eingesetzt werden (z.B. Mistelpräparate gegen Krebs). Die Besonderheit des gesamten Patienten wird dabei – anders als bei der Klassischen Homöopathie – nicht berücksichtigt. Dennoch wird Krankheit dabei nicht als eine rein körperliche Angelegenheit verstanden, sondern man ist bestrebt, jeweils die tieferen geistigen Zusammenhänge zu sehen. Diese Erkenntnisse fließen jedoch weniger in die Wahl des Medikamentes ein, sondern vielmehr in zusätzliche Therapieformen wie zum Beispiel die Musiktherapie.


Die Klassische Homöopathie

Die klassische Homöopathie ist auf den Lehren Hahnemanns aufgebaut. Es soll für die Gesamtheit aller körperlichen und geistigen Beschwerden immer nur ein Medikament zur gleichen Zeit verabreicht werden. Alle "Modernisierungsversuche" (Komplexmittel, klinische Homöopathie) der Homöopathie, die von diesen Gesetzen wegführten, brachten schlechtere Ergebnisse. In der Fallaufnahme versucht der Homöopath zunächst, alle Krankheitszeichen zu erfassen. Alle Symptome führen dann, oft nach langer Detektivarbeit, zu der homöopathischen Substanz, die am besten auf den Gesamtzustand passt. Der klassische Homöopath bezieht in seine Mittelwahl sämtliche vorhandenen körperlichen und psychischen Merkmale ein und wählt nur einen Stoff als Heilmittel aus. Dieses so gewählte Medikament beinhaltet die Gesamtheit aller aufgetretenen Zeichen und erreicht daher eine optimale Wirkung.

Der grundlegende Unterschied zwischen Homöopathen für Menschen und Tieren besteht darin, dass der Homöopath für Menschen eindeutig den Vorteil hat, dass der menschliche Patient ihm durchaus sehr genau seine gesamten Symptome beschreiben kann. Der Tierhomöopath ist voll und ganz auf seine Beobachtungsgabe und die des Tierbesitzers angewiesen und darauf diese Symptome richtig zu deuten.

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