Akupunktur
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Die chinesische Medizin, Akupunktur und Kräuterheilkunde, entwickelte sich aus genauem Beobachten. Die Natur wird als Kraft verstanden, die alle Prozesse des Lebens formt. Nichts wird isoliert gesehen, sondern immer in Wechselwirkung mit anderen Faktoren. Während die Schulmedizin nach objektiv messbaren Werten sucht, liegt in der TCM der Aspekt auf dem Funktionalen, Bewegtem. Die TCM vermittelt den Zusammenhang zwischen Lebewesen und Kosmos, den Jahreszeiten und körperlichen Zuordnungen.
Mit Yin und Yang werden Polaritäten beschrieben. Der weisse Teil ist Yang, männlich,Tag, Helligkeit, Funktion, Trockenheit, Aktivität, Dynamik, Kreativität, Wärme; der schwarze Teil ist Yin, Frau, Nacht, Dunkelheit, Materie, Feuchtigkeit, Passivität, Ruhe, Meditation, Kälte. Yin bedeutet bedecktes Wetter an einer Bergseite, Yang heisst soviel wie Sonnenseite eines Berges, sie sind nicht wertend gemeint, sie sollen nur verdeutlichen, dass jeder Zustand 2 Seiten hat. Yin Anteile ernähren die Gewebe und Organe und besitzen einen kühlende Wirkung. Besonders nachts wird der Körper mit Yin Energie versorgt. Yang Energien dagegen für Erwärmung und Aktivierung des Körpers.
Die Lebensenergie Qi fließt in den sogenannten Meridianen, die ihren Verlauf im gesamten Körper haben und sich direkt unterhalb der Haut befinden, an den Akupunkturpunkten treten sie an die Oberfläche. In 24 Stunden zirkuliert das Qi durch alle Meridiane, das bedeutet, dass die Energie ca. zwei Stunden benötigt, um jeden Meridian zu durchfluten. Sind einzelne Akupunkturpunkte blockiert, kommt es zu Stauungen und eventuell Krankheit.
Die Meridiane und ihre Hauptorgane sind einem der Fünf Elemente zugeordnet, die für die Balance des Körpers verantwortlich sind:
| Element | Organe | Meridiane |
| Holz | Gallenblase, Leber | 23.00 – 3.00 |
| Feuer | Herz, Dünndarm | 11.00 – 15.00 |
| Erde | Magen, Milz/Pankreas | 7.00 – 11.00 |
| Metall | Lunge, Dickdarm | 3.00 – 7.00 |
| Wasser | Blase, Niere | 15.00 – 19.00 |
Darüber hinaus gibt es noch 2 Meridiane, die auf der Körpervorderseite und Rückseite mittig verlaufen und Konzeptionsgefäss und Lenkergefäss genannt werden.
In der chinesischen Medizin werden den einzelnen Organen auch bestimmte Jahreszeiten, Emotionen und Uhrzeiten zugeordnet. Zum Beispiel wird die Leber - Gallenblase in der TCM vom Holz-Element dargestellt, entspricht der Jahreszeit Frühling, zeigt die Emotion Zorn, die Lautäusserung des Schreiens, Bevorzugung von sauren Nahrungsmitteln, ranzigem Geruch, grüner Farbe, die Himmelsrichtung Osten, das Sinnesorgan Auge, die Körperschicht der Sehnen und Bänder, Uhrzeit zwischen 23 – 3 Uhr und die Nahrungsmittel Weizen, Hühnchen und Pfirsich.
Wenn Ihr Hund also rote, juckende Augen hat, dies vor allem im Frühjahr auftritt, wenn er laut bellt und wütend versucht, den Postboten anzufallen, wenn er Ihnen besonders Ihr Hühnerfrikasse oder das Nudelgericht neidet und probiert, die sauren Fruchtgummis zu stibitzen, wenn er einen ranzigen Körpergeruch hat und jede Nacht um 1 Uhr aufwacht um sich ausgiebig zu kratzen und dann auch noch versucht, Ihr grünes T-Shirt zu tragen, könnte der Verdacht aufkommen, dass Ihr Hund ein potentielles Leber-Problem hat. ( Cheryl Schwartz)
Aber nun wieder zum Ernst. Jedes Lebewesen hat Eigenheiten, die auf bestimmte Inbalancen im Körper hinweisen. Wenn sich Ihr Tier nach dem Frühstück erbricht, aber nicht nach dem Mittagessen, zeigt dies an, dass vielleicht eine Schwäche des Systems von MP und Magen vorliegt. Tritt das Erbrechen spät in der Nacht auf, sollten man dem Leber /Gallenblasen Element mehr Aufmerksamkeit schenken.
Dies ist auch der Grund, weshalb ein Heilpraktiker immer alles genau wissen möchte. Ich höre oft von meinen Patientenbesitzern: … habe ich nicht drauf geachtet. Je genauer die Beobachtung aber ist, desto schneller findet der Behandler zum Ziel. Dies ist bei allen naturheilkundlichen Behandlungen so.
